5. Schlepperbiathlon 2015

Am Sonntag des 19. Hochlandfestes war es wieder soweit, insgesamt 18 Schlepperfahrzeuge -sogar bis aus Dessau kommend- trafen sich in Schönfeld. Bei den Disziplinen, in denen sich die Teilnehmer gemessen haben, handelte es sich um das „Schleppen“ eines Traktors „Famulus“ über eine Entfernung von 50 Metern, bei dem eine Zeitmessung erfolgte und das sieben Runden dauernde „Rennen“. Dieses wurde auf einer mit Strohbündeln präparierten, etwa 800 Meter langen Strecke ausgetragen.
Schon morgens gegen 8 Uhr nahmen die ersten Gefährte Aufstellung und nach und nach füllte sich das Fahrerlager mit unterschiedlichsten Schleppern vom einstmals originalen bis hin zum selbsterbauten originellen Modell. Natürlich waren die Fahrzeuge wie immer für den Anlass hergerichtet, sei es frisch geputzt oder gestrichen, geschmückt oder gar als „Heißer Ofen“, „Feuerwehr“ oder „Feuerteufel“ aufwändig gestaltet. Bei so viel Hitze und Feuer in den Namen der Gefährte, zeigte sich sogar die Sonne von ihrer besten Seite und verschaffte damit optimale Rennbedingungen.
Nachdem aus der Platzierung des Schleppens eine Strafzeit festgelegt worden war, die während des Rennens für jedes Team einen entsprechenden „Boxenstopp“ darstellte, erfolgte pünktlich 13 Uhr der Start.
Dabei nahmen die langsamen Fahrzeuge die vorderen Plätze ein. So wurde das Fahrerfeld ein wenig zusammengehalten, denn in erster Linie sollten die Zuschauer die Vielfalt der beteiligten Fahrzeuge bestaunen können.
Mit wahrhaftem Feuereifer kämpften nun alle Teilnehmer um die Platzierungen. In manchen Gesichtern waren Konzentration und Ehrgeiz zu erkennen, in anderen stand Enttäuschung geschrieben, weil die Maschine ihren Dienst versagte und viele strahlten einfach nur, weil sie eine Menge Spaß hatten und vom Publikum kräftig angefeuert wurden. Die Fans vom „Team Feldmaus“ taten das sogar mit eigenen Schildern. Der legendäre „Schlusslicht-Schlepper“ von Jens Bürger bekam dieses Mal tatsächlich noch langsamere Konkurrenz und auch die Fahrt von Gunter Merten stand in diesem Jahr unter keinem guten Stern, denn sein Gefährt blieb wieder mit einem Schaden auf der Strecke. Die „Feuerwehr“ aus Rockau spritzte sich hingegen einfach den Weg frei.
Beim Kampf um den Sieg behielt „Der Flotte Gerald“ mit Thomas Jungmichel und Ronny Heinz die Nerven, und verwies „Team Feldmaus“ mit Steffen Roch und Ralf Draßdo nach einem harten Duell auf Platz zwei. Als Dritter behauptete sich die „Feuerwehr“ mit Jens Wolf und Wolfgang Leuthold. Diese beiden „Feuerwehrmänner“ erhielten auch den erstmals von der „Rennleitung“ gestifteten Preis für den schönsten Schlepper, der durch die Teams ausgewählt wurde.
Unter die Teilnehmer hatte sich auch Ortsvorsteherin Daniela Walter gemischt, die mit dem rennerfahrenen Guntram Schreiter und seinem Beifahrer Paul Schreiter in deren Schlepper „Die Hochlandschrauber“ unterwegs war. Sie musste ihre ganze Kraft aufbringen, um fest auf ihrem Platz sitzen zu bleiben. Nach einer holprigen Fahrt, die ihr trotz der Anstrengungen offensichtlich viel Freude gemacht hatte, gelangte auch sie sicher ins Ziel.
Die zahlreichen Zuschauer, die den Weg hinter das Festgelände gefunden und die Strecke gesäumt hatten, machten das Rennen für alle Teilnehmer zu einem unvergesslichen Erlebnis.
An dieser Stelle sei wieder neben allen Sponsoren unseren vielen Helfern gedankt, die uns beim Auf- und Abbau, der Streckensicherung, der Rennorganisation oder dem Imbiss unterstützt haben, denn ohne die wäre die Veranstaltung so nicht möglich. Ein ganz besonderes Dankeschön geht an unsere „Hausmeister Krause“, die immer ein Auge auf den Platz hatten, uns jederzeit mit helfender Hand und sogar als Pannenhelfer vor Ort zur Seite standen!
K. L. im Namen der
„Rennleitung“ Jens Leuthold & Jörg Hennig

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